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Musikwochenende in Wildhaus – Proben, Klänge und spontane Konzerte

30. Okt.
3 Min. Lesezeit

Nur eine Woche nach der Papiersammlung stand für die SJMD bereits der nächste intensive Anlass bevor: unser Musikwochenende in Wildhaus. Im Mittelpunkt stand die Vorbereitung auf das Kirchenkonzert vom 1. November. Am Freitagabend brachte uns der Car ins vertraute Galluszentrum, idyllisch gelegen vor der Kulisse der Churfirsten. Zimmer und Proberäume waren schnell eingerichtet, Instrumente verstaut und Betten bezogen. Anschliessend warteten Tee und feine selbst gemachte Kuchen auf uns – herzlichen Dank an alle fleissigen Bäckerinnen und Bäcker! Nach einem gemütlichen Abend hiess es für die Jüngeren etwas früher Nachtruhe, während die Älteren noch etwas länger zusammensitzen durften.



Am Samstag starteten wir mit einem reichhaltigen Frühstück in einen arbeitsreichen Probentag. Unterstützt von engagierten Registerleitenden nahmen wir schwierige Passagen sorgfältig unter die Lupe, feilten an der Intonation und erhielten viele wertvolle musikalische Tipps. Die Tambouren widmeten sich einem besonderen Programm: Statt mit Trommeln arbeiteten sie an diesem Wochenende mit Body Percussion. Dabei wird der eigene Körper durch Klatschen, Schnipsen, Stampfen, Mundgeräusche und das Patschen auf Oberschenkel, Bauch und Brust zum Rhythmusinstrument. Die aufeinander abgestimmten Bewegungen verliehen dem Stück zusätzlich einen optisch reizvollen Fluss von unten nach oben und wieder zurück. Nach einem Salatteller und feiner Lasagne setzten die Tambouren ihre Body Percussion Erfahrungsreise und das Hauptkorps die Arbeit in der Gesamtprobe fort.



Währenddessen erkundete die Juniorband gemeinsam mit einem Teil des Vorstands einen Abschnitt des Klangwegs oberhalb des Talbodens. Mehr als 27 Klangskulpturen verbinden dort Kunst, Natur und Klang. Bei «Air Frequencies» nahmen wir Luftschwingungen wahr, auf «3×4 Stühle und Podest» erlebten wir Klänge aus unterschiedlichen Positionen und durch den Betruftrichter (Alpsegen) probierten wir einen traditionellen Ruf aus. Auch bei der «Brunnenstubete», der Donnertrommel, dem Klangschalenbaum und den Tonmühlen entstanden faszinierende Wasser-, Trommel-, Metall- und Drehklänge. So konnten unsere jungen Musikantinnen und Musikanten Klänge nicht nur hören, sondern selbst auslösen, erforschen und auf völlig neue Weise erfahren.



Zurück bei der Bergstation blieb noch Zeit für eine kleine Stärkung aus dem Rucksack und einen Abstecher auf den Spielplatz. Spätestens dort war von Müdigkeit kaum noch etwas zu merken. Trotzdem mussten wir die Uhr im Blick behalten, denn um 17 Uhr wartete im Tal ein unerwartetes Highlight: Der Sportverein Wildhaus–Alt St. Johann feierte sein 20-jähriges Bestehen. Dank des spontanen Kontakts einiger älterer SJMD-Mitglieder durften wir das Fest musikalisch bereichern.



Das Hauptkorps spielte zunächst ein schwungvolles Platzkonzert vor dem Festzelt, während auf dem Gelände noch sportliche und unterhaltsame Wettkämpfe stattfanden. Nach dem Abendessen – die Burger sorgten bei vielen wieder für grosse Begeisterung – folgte am Abend ein zweiter Auftritt im Festzelt. Die Stimmung war hervorragend, und die SJMD heizte dem Publikum nochmals kräftig ein. Unser spontaner Einsatz kam bei den Organisatoren so gut an, dass die älteren SJMD-Mitglieder freien Eintritt zum Abendprogramm erhielten – eine echte Win-win-Situation.



Später sorgten Irene, Anna, Fynn und Rona mit einer liebevoll vorbereiteten Schatzsuche für weitere Unterhaltung der SJMD im und um’s Gallushaus. Neun Gruppen machten sich auf den Weg, lösten an verschiedenen Stationen Aufgaben und sammelten Hinweise auf das Versteck des Schatzes. Ein herzliches Dankeschön an das Organisationsteam und Gratulation an die erfolgreiche Gewinnergruppe! Nach einer weiteren Runde Kuchen ging es für die Jüngeren langsam ins Bett, während die Älteren den Abend noch im Festzelt ausklingen liessen.



Zum Mittagessen verwöhnte uns die Küchencrew mit panierten Schnitzeln und Bratkartoffeln. Die Zimmer waren bereits nach dem Frühstück aufgeräumt, besenrein gefegt und das Reisegepäck für die Heimreise vorbereitet worden. Am Nachmittag kamen die Instrumente ein letztes Mal zum Einsatz, bevor wir gegen 16.30 Uhr die Rückfahrt antraten. Pünktlich um 18 Uhr erreichten wir Dietikon – müde, zufrieden und mit vielen musikalischen Fortschritten und schönen Erinnerungen im Gepäck. Zu Hause gab es bestimmt einiges zu erzählen, und viele freuen sich sicher schon auf das nächste Musikwochenende.

 

Apropos Kirchenkonzert!

Wann?               Sonntag 1. November, 16:00 Uhr

Wo?                    Reformierte Kirche Dietikon



 
 
 

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