Nur eine Woche nach der Papiersammlung stand für die SJMD bereits der nächste intensive Anlass bevor: unser Musikwochenende in Wildhaus. Im Mittelpunkt stand die Vorbereitung auf das Kirchenkonzert vom 1. November. Am Freitagabend brachte uns der Car ins vertraute Galluszentrum, idyllisch gelegen vor der Kulisse der Churfirsten. Zimmer und Proberäume waren schnell eingerichtet, Instrumente verstaut und Betten bezogen. Anschliessend warteten Tee und feine selbst gemachte Kuchen auf uns – herzlichen Dank an alle fleissigen Bäckerinnen und Bäcker! Nach einem gemütlichen Abend hiess es für die Jüngeren etwas früher Nachtruhe, während die Älteren noch etwas länger zusammensitzen durften.
Am Samstag starteten wir mit einem reichhaltigen Frühstück in einen arbeitsreichen Probentag. Unterstützt von engagierten Registerleitenden nahmen wir schwierige Passagen sorgfältig unter die Lupe, feilten an der Intonation und erhielten viele wertvolle musikalische Tipps. Die Tambouren widmeten sich einem besonderen Programm: Statt mit Trommeln arbeiteten sie an diesem Wochenende mit Body Percussion. Dabei wird der eigene Körper durch Klatschen, Schnipsen, Stampfen, Mundgeräusche und das Patschen auf Oberschenkel, Bauch und Brust zum Rhythmusinstrument. Die aufeinander abgestimmten Bewegungen verliehen dem Stück zusätzlich einen optisch reizvollen Fluss von unten nach oben und wieder zurück. Nach einem Salatteller und feiner Lasagne setzten die Tambouren ihre Body Percussion Erfahrungsreise und das Hauptkorps die Arbeit in der Gesamtprobe fort.
Währenddessen erkundete die Juniorband gemeinsam mit einem Teil des Vorstands einen Abschnitt des Klangwegs oberhalb des Talbodens. Mehr als 27 Klangskulpturen verbinden dort Kunst, Natur und Klang. Bei «Air Frequencies» nahmen wir Luftschwingungen wahr, auf «3×4 Stühle und Podest» erlebten wir Klänge aus unterschiedlichen Positionen und durch den Betruftrichter (Alpsegen) probierten wir einen traditionellen Ruf aus. Auch bei der «Brunnenstubete», der Donnertrommel, dem Klangschalenbaum und den Tonmühlen entstanden faszinierende Wasser-, Trommel-, Metall- und Drehklänge. So konnten unsere jungen Musikantinnen und Musikanten Klänge nicht nur hören, sondern selbst auslösen, erforschen und auf völlig neue Weise erfahren.
Zurück bei der Bergstation blieb noch Zeit für eine kleine Stärkung aus dem Rucksack und einen Abstecher auf den Spielplatz. Spätestens dort war von Müdigkeit kaum noch etwas zu merken. Trotzdem mussten wir die Uhr im Blick behalten, denn um 17 Uhr wartete im Tal ein unerwartetes Highlight: Der Sportverein Wildhaus–Alt St. Johann feierte sein 20-jähriges Bestehen. Dank des spontanen Kontakts einiger älterer SJMD-Mitglieder durften wir das Fest musikalisch bereichern.
Das Hauptkorps spielte zunächst ein schwungvolles Platzkonzert vor dem Festzelt, während auf dem Gelände noch sportliche und unterhaltsame Wettkämpfe stattfanden. Nach dem Abendessen – die Burger sorgten bei vielen wieder für grosse Begeisterung – folgte am Abend ein zweiter Auftritt im Festzelt. Die Stimmung war hervorragend, und die SJMD heizte dem Publikum nochmals kräftig ein. Unser spontaner Einsatz kam bei den Organisatoren so gut an, dass die älteren SJMD-Mitglieder freien Eintritt zum Abendprogramm erhielten – eine echte Win-win-Situation.

Später sorgten Irene, Anna, Fynn und Rona mit einer liebevoll vorbereiteten Schatzsuche für weitere Unterhaltung der SJMD im und um’s Gallushaus. Neun Gruppen machten sich auf den Weg, lösten an verschiedenen Stationen Aufgaben und sammelten Hinweise auf das Versteck des Schatzes. Ein herzliches Dankeschön an das Organisationsteam und Gratulation an die erfolgreiche Gewinnergruppe! Nach einer weiteren Runde Kuchen ging es für die Jüngeren langsam ins Bett, während die Älteren den Abend noch im Festzelt ausklingen liessen.

Zum Mittagessen verwöhnte uns die Küchencrew mit panierten Schnitzeln und Bratkartoffeln. Die Zimmer waren bereits nach dem Frühstück aufgeräumt, besenrein gefegt und das Reisegepäck für die Heimreise vorbereitet worden. Am Nachmittag kamen die Instrumente ein letztes Mal zum Einsatz, bevor wir gegen 16.30 Uhr die Rückfahrt antraten. Pünktlich um 18 Uhr erreichten wir Dietikon – müde, zufrieden und mit vielen musikalischen Fortschritten und schönen Erinnerungen im Gepäck. Zu Hause gab es bestimmt einiges zu erzählen, und viele freuen sich sicher schon auf das nächste Musikwochenende.
Apropos Kirchenkonzert!
Wann? Sonntag 1. November, 16:00 Uhr
Wo? Reformierte Kirche Dietikon
Nur zwei Wochen nach unserer erlebnisreichen Musikreise nach Laax war bei der SJMD erneut Muskelkraft gefragt: Die traditionelle Papiersammlung stand auf dem Programm. Mit viel Einsatz sammelten unsere Mitglieder unzählige Bündel Papier und Karton ein und transportierten sie zur Sammelstelle. Das trockene und warme Spätsommerwetter sorgte dabei für ideale Bedingungen.
Nach den ersten Touren legten die zurückkehrenden Gruppen auf dem Sammelplatz eine erste kurze Pause ein. Getränke, Weggli und Schoggistängeli standen zur Stärkung bereit, bevor es mit neuer Energie zurück an die Arbeit ging.
Zur Mittagszeit kam eine weitere wohlverdiente Pause genau richtig. Feine Penne sorgten für neue Energie, bevor am Nachmittag die letzten Strassen angefahren wurden. Neben der anstrengenden Arbeit blieb auch Zeit für gute Gespräche, gemeinsames Anpacken und viele fröhliche Momente.
Auch in diesem Jahr kam eine beachtliche Menge an Papier und Karton zusammen. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Sammelmengen im Vergleich zu früheren Jahren zurückgehen – unter anderem, weil Zeitungen, Zeitschriften und viele weitere Informationen zunehmend digital genutzt werden.
Damit Papier und Karton gut recycelt werden können, sind wir dankbar für sauber getrenntes und ordentlich gebündeltes Sammelgut – und freuen uns, dass dies in den allermeisten Fällen vorbildlich bereitgestellt wurde. Wo eine Mitnahme ausnahmsweise nicht möglich war, haben wir einen kurzen Informationshinweis hinterlassen. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung! Sehr gerne kommen wir auch nächstes Jahr wieder bei Euch vorbei.
Ein besonders grosses Dankeschön gilt allen SJMD-Mitgliedern für ihren tatkräftigen Einsatz sowie den zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern. Ohne die Fahrerinnen und Fahrer, die Küchencrew und die vielen unterstützenden Hände wäre ein solcher Anlass nicht möglich. Gemeinsam haben wir einmal mehr gezeigt: Die SJMD ist nicht nur musikalisch, sondern auch mit viel Herz und Engagement für Dietikon unterwegs. SJMD – we are on fire!
Vom 4. bis 6. September führte uns das SJMD-Plauschwochenende nach Laax. Da mit dem Riverrafting ein anspruchsvoller Programmpunkt vorgesehen war, konnten unsere jüngsten Mitglieder – insbesondere die Juniorband – dieses Mal leider nicht dabei sein. Wir hoffen sehr, schon bald wieder einen gemeinsamen Anlass mit allen Formationen erleben zu dürfen.
Mit dem Car reisten wir nach Laax und bezogen im Wellness Hostel 3000 unser Zuhause für die kommenden zwei Tage. Der Blick auf die umliegenden Berge und den nahe gelegenen Badesee sorgte von Beginn an für Ferienstimmung. Nach einem feinen Abendessen genossen wir den gemeinsamen Abend. Einige Teilnehmende stiessen arbeitsbedingt oder nach ihrer Klassenfahrt etwas später zu uns. Schliesslich fanden alle den Weg ins Bett, denn am nächsten Morgen wartete das grosse Abenteuer.

Mit dem Schlauchboot durch die Rheinschlucht
Nach einem stärkenden Frühstück machten wir uns mit dem Postauto auf den Weg nach Ilanz. Dort begrüssten uns unsere Tourguides und statteten uns mit Neoprenanzügen, Helmen und Schwimmwesten aus. Schon das Anziehen der engen Ausrüstung sorgte für die ersten Lacher. Anschliessend ging es in kleinen Bussen zur Einstiegsstelle, wo wir eine gründliche Einführung in die wichtigsten Sicherheitsregeln und Manöver erhielten.
In Gruppen von acht bis neun Personen verteilten wir uns auf die Boote, fassten die Paddel und stürzten uns in die Fluten des Vorderrheins. Das kalte Wasser war zunächst gewöhnungsbedürftig, doch die Neoprenanzüge hielten uns angenehm warm. Bald konnten wir die eindrückliche Rheinschlucht aus einer ganz neuen Perspektive bewundern. Zwischen Felsen, Stromschnellen und ruhigeren Passagen zeigte sich eindrücklich, wie sich der Rhein über Jahrtausende seinen Weg durch die gewaltigen Gesteinsmassen gebahnt hat.
Natürlich kam auch der Spass nicht zu kurz: Immer wieder wurden benachbarte «Piratenboote» mit kräftigen Paddelspritzern angegriffen. Bei der anspruchsvolleren Passage durch das «Black Hole» war dann volle Konzentration gefragt. Zur wohlverdienten Mittagspause zogen wir die Boote ans Ufer und genossen im Wald einen gemütlichen Grillplausch. Die Guides verwöhnten uns mit Grilladen, selbst gemachten Salaten, Kartoffeln und Kuchen. Nur die zahlreichen Wespen hätten wir gerne ausgeladen – glücklicherweise wurde niemand gestochen.
Frisch gestärkt nahmen wir den zweiten Teil der Tour in Angriff. Als das Wasser ruhiger und tiefer wurde, konnten sich Mutige rückwärts vom Boot ins Wasser gleiten lassen – selbstverständlich unter Beachtung aller Sicherheitsregeln. Nach rund fünf Stunden erreichten wir zufrieden Bonaduz. Einige hatten sogar noch genügend Energie, die ankommenden Boote mit einer letzten Ladung Spritzwasser zu empfangen.
Musik zum Abschluss eines erlebnisreichen Tages
Nach der Rückfahrt blieb kaum Zeit zum Ausruhen, denn bereits stand unser erstes Konzert auf der Terrasse des Hostels an. Trotz des körperlich fordernden Tages waren alle motiviert und spielten mit viel Freude. Das Publikum liess sich von der Musik und den Rhythmen der SJMD mitreissen, und auch das herrliche Spätsommerwetter trug zur besonderen Atmosphäre bei.
Nach dem Konzert stärkten wir uns am Buffet. Den freien Abend verbrachten die Teilnehmenden ganz unterschiedlich: beim Billardspielen, Schwimmen, Diskutieren, Lesen, Chillen oder Gamen. Einige liessen den Tag bei Gesprächen am idyllischen Badesee ausklingen – ein schöner Abschluss eines rundum gelungenen Tages.
Ein letztes Konzert und viele schöne Erinnerungen
Am Sonntag hiess es nach dem Frühstück zunächst Zimmer räumen und alles für die Heimreise vorbereiten. Vor der Abfahrt stand jedoch noch ein weiteres Konzert bei der Kirche auf dem Programm. So kamen auch die Besucherinnen und Besucher des Sonntagsgottesdienstes in den Genuss der SJMD-Musik. Bei erneut bestem Wetter boten wir ein abwechslungsreiches Programm dar.
Danach blieb noch etwas Zeit für das Lunchpaket und einen letzten Sprung in den Badesee. Andere genossen die verbleibenden Stunden ganz gemütlich, bevor wir Instrumente, Gepäck und Material in den Car verluden. Glücklich, zufrieden und mit vielen schönen Erinnerungen kehrten wir nach Dietikon zurück. Zu Hause gab es für Eltern und Geschwister bestimmt einiges von diesem abwechslungsreichen Wochenende zu erzählen.
